Zieht dem König die Lederhosen aus – Südtour Teil 2

Sieben unentwegte 7. Männer und Frauen machten sich auf den Weg in den BMW Park in München, eine der Heimspielstätten der WWK Volleys Herrsching. Früher hieß die Halle (G)Audi Dome und wurde als olympische Basketballhalle für die Spiele 1972 gebaut. Die Halle hat eine Zuschauerkapazität von ca. 6700 Plätzen und war mit 1200 Besuchern leider nur sehr übersichtlich gefüllt. Genug Platz für alles Mögliche und damit fing die Misere dann auch an. Die Herrschinger, die sich selbst als den geilsten Club der Welt bezeichnen, konnten den Beweis dieser steilen These keinesfalls einlösen. Mit einem überkommenen König, der zu Beginn in schlechter Tatort-Manier ein Video lieferte, welches schon von Anfeindungen und Beleidigungen unserem Hauptsponsor gegenüber, aber auch der Mannschaft strotzte. Dies toppte er dann noch während des Spiels mit weiteren Beleidigungen unseres Teams und auch uns Fans gegenüber. Nach diesem Abend verstehen wir sehr gut, dass diese unsägliche Figur dem Bounce-House-Chat übel aufgestoßen ist und in die Forderung führte, auch in Bayern endlich die Monarchie auf den Müllhaufen der Geschichte zu entsorgen. Wir „Müllmänner und – Frauen“ sind dann gerne bereit, bei der Entsorgung zu unterstützen.

Soviel zu den unschönen Rahmenbedingungen. Gestärkt von einem Besuch in einem italienischen Restaurant, machten wir uns auf den Weg in die Halle, nahmen unsere Plätze ein und freuten uns mit sehr netten und jungen Herrschinger Fans (Danke für die Begegnung mit euch) auf das erste Aufeinandertreffen mit der runderneuerten WWK Truppe. Der erste Satz verlief übersichtlich und recht schnell in unsere Richtung und kaum mal im Support drin, war das Ding auch schon durch. Dann ein Knick im 2. eigentlich gleich zu Beginn und in der zweiten Satzhälfte eine Aufschlagserie von Joel Schneidmüller und der Satz war weg. Der Dritte dann gleich deutlich für unser Team und wir schöpften Hoffnung, dass wir nach dem Vierten unsere Siebensachen einpacken können und dem Team am Bus eine gute Heimreise wünschen dürfen. Es kam anders, beim Stand von 13:16 machte sich Filip John an die Aufschlaglinie und verließ diese erst nach 11 Punkten wieder. Sicherlich waren da einige sehr gute Services dabei, aber Annahme und Abschluss waren in dieser Phase nicht auf Berliner Seite. Zu Beginn des 5. legten unsere Jungs trotz der spürbaren Nervosität wieder los und waren eigentlich den kompletten Satz dominant. Der dritte Matchball brachte dann den Sieg im zweiten Fünfsatz-Match innerhalb von 48 Stunden ein.

Wir verabschiedeten noch die um uns herum gruppierten netten Fans aus Herrsching, beglückwünschten unsere Jungs, aber auch einen Teil der Herrschinger Mannschaft für ihr gutes Spiel an diesem Abend.

Vor allem wünschen wir Bob Ranner und seinem Team alles Gute in der nächsten Zeit und hoffen, dass die Schwachstelle Hallenmoderation, bald eine notwendige Verbesserung erfährt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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