Karlsruhe – oder die wilde dreizehn

Die badische Metropole Karlsruhe ist ein neuer Fleck auf der Landkarte der Bundesliga und deshalb sicherlich ein Ziel, welches Neugierde weckt. So machte sich wieder ein beachtlicher Tross des 7.Mann auf den Weg in den Südwesten Deutschlands. In unterschiedlichen Gruppengrößen erfolgte die Anreise, überwiegend natürlich mit dem Pannenunternehmen Deutsche Bahn. Selbstredend gab es auch diesmal diverse Verspätungen und verpasste Anschlusszüge. Aber das kennt man ja mittlerweile und deshalb regt man sich auch nicht mehr auf. Gespannt sind wir ja dann immer auf die Begründungen, die sich zwar auch stets wiederholen, aber ab und zu gibt es doch mal einen Neuling, der einen zum staunen oder auch lachen zwingt.
Wie dem auch sei, irgendwann waren wir alle angekommen. Einen Begrüßungsdrink an der Hotelbar, dann „kampfgerechte“ Kleidung angelegt, und ab zum gemeinsamen Treffpunkt in das nahegelegene Brauhaus. 

Erst dort stellten wir dann fest, dass unsere Anzahl eigentlich eine Unglückszahl darstellt, wir waren exakt dreizehn Mann/Frau. Allerdings waren wir einheitlich in unseren neuen Shirts unterwegs, und so erhielten wir doch große Beachtung seitens der zahlreich anwesenden Fußballfans, denn das Brauhaus agiert gleichzeitig als Sportsbar. Teilweise zögerlich und zurückhaltend fragte man uns des Öfteren, von welchem Verein wir denn der Fanclub wären. Als der Name Volleyball fiel, nahmen wir viel Ungläubigkeit, Überraschung und Erstaunen wahr, ernteten aber auch viel Begeisterung und Anerkennung.
Nach gutem Speis und Trank ging es per Bus zur Halle, quasi von Tür zu Tür. Unsere Plätze waren eigentlich optimal, wir konnten unseren Reisebanner sehr gut platzieren, und auch Stehplätze einnehmen ohne irgendjemanden zu stören.


Und dann stellten wir erfreut fest, dass sich unser „Unglücks“- Kontingent von dreizehn Fans, erheblich vergrößerte. Wie wir schon das eine und andere Mal berichtet haben, zählen inzwischen eine große Anzahl Fans aus dem gesamten Bundesgebiet, und auch aus dem benachbarten Ausland, zum großen Kreis der BRV-Fans. Diesmal waren Gruppen aus Speyer und Eppelheim dabei, so dass wir dann doch gut zwanzig orangene Akteure auf den Rängen waren und so ein stattliches Bild abgaben. Die Halle war dann komplett gefüllt und es herrschte eine angenehme und stimmungsvolle Atmosphäre.

 

Kleine Anekdote am Rande; beim Einschlagen schaffte es doch Johannes Tille tatsächlich, unserem Jochen das Bier aus der Hand zu schießen. Also war putzen am Spielfeldrand angesagt. Wir überlegen noch, ob wir Johannes verklagen.


Vor Spielbeginn spukte es natürlich ein ganz klein wenig durch unsere Köpfe, das schlimme Wort „Dachau“. Aber zum Glück weit gefehlt, unsere Jungs gaben von Beginn an den Ton vor. Ohne Komplikationen ging das Spiel mit 3:0 zu unseren Gunsten aus. Selbstverständlich gab es wieder das obligatorische Gruppenbild der Mannschaft mit uns Fans, bevor es zum Mannschaftsbus ging, wo wir den Jungs nochmals herzlich gratulierten und sie stimmungsvoll verabschiedeten.


Für uns hieß es dann ab ins Hotel, um dort noch ein wenig auf den Erfolg anzustoßen.

 

So wie das Tabellenbild derzeit aussieht, ist die Wahrscheinlichkeit groß, im Playoff-Viertelfinale wieder nach Karlsruhe fahren zu müssen. Also von unserer Seite her, eine klare Zustimmung. Gerne sind wir wieder dabei, wenn es ins Badische geht.

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