Dumme Niederlage am Bodensee

Es stand mal wieder an, das sog. Duell der Giganten. Kurz vor Weihnachten noch in den tiefen Süden Deutschlands, keine einfache Sache. Und so planten wir die Reise in drei verschiedenen Varianten. Sieben wackere 7.Männer (Frauen) – welch nettes Wortspiel – planten die Fahrt mit der Bahn. Gerlind, Jessi und Bernd wollten per Flieger via Frankfurt anreisen, während Nick und Silvana das Auto bevorzugten. Dann aber einige Stolpersteine. Zunächst legte es Hartmut flach, die Grippe hatte zugeschlagen, also die Bahnfahrt und das Hotel storniert. Die drei Flieger wurden auf eine harte Probe gestellt. Um genau 11:21 Uhr am Freitag wurden die Bordkarten ausgedruckt. Um 14:50 Uhr kam eine Mail in der stand, dass der Flug Frankfurt > Friedrichshafen, der am Samstag um 13:00 Uhr starten sollte, annulliert wurde. Also buchte die Lufthansa um auf den früheren Flug um 09:20 Uhr, somit hätte man um 07:00 Uhr ab Berlin fliegen müssen. Bis hierhin kein großes Problem, obwohl es nicht angenehm ist, um ca. 05:30 Uhr schon am BER sein zu müssen. Also die neuen Bordkarten ausgedruckt und alle Modalitäten umgeplant. Aber der Hammer kam noch, um 17:54 Uhr hieß es per Mail, der Flug um 09:20 nach Friedrichshafen ist annulliert. Aha, also das wusste man zwei Stunden vorher noch nicht?
Nun alles Mögliche besprochen und diskutiert. Die Fahrt mit der Bahn wäre eine Option, jedoch mit so kurzer Vorlauffrist schlägt die Bahn, preistechnisch gesehen, ganz hart zu. Die Variante Flug bis Zürich, dann per Bahn bis Romanshorn und Überfahrt mit der Bodensee-Fähre wurde nach einiger Diskussion ebenfalls verworfen. Während Jessi sich für einen Verzicht auf die Fahrt entschied, schlossen Gerlind und Bernd sich den beiden Autofahrern an. Also das Hotel umgebucht, und damit waren alle Fans im Holiday Inn an der Messe untergebracht.
Fast zeitgleich trafen dort Bahn- und Autofahrer ein. Nach einem schnellen Begrüßungsbier kurz umziehen in Kampfkleidung, und per kurzem Fußmarsch ging es ins Restaurant Heuschober. Dieses war uns bisher nicht bekannt, stellte sich aber als optimale Adresse heraus. Hier stieß dann auch Ronny zu uns, außerdem gesellte sich Dieter vom Hafener Fanclub Bluebears dazu.
Frisch gestärkt ging es dann auf den fünfzehnminütigen Fußmarsch zur Messehalle B2. Die Häfler sollten eigentlich in dieser Saison in einem umgebauten Hangar am Flughafen spielen, aber der Umbau verzögert sich – nun, leider ja keine Seltenheit mehr in Deutschland. Die Messehalle ist aber eine durchaus annehmbare Lösung.
Hier konnten wir dann auch wieder unsere Schweizer Fans Yvonne und Manuel begrüßen, die inzwischen ein fester Bestandteil des 7.Mann geworden sind und immer erscheinen, wenn wir im süddeutschen Raum spielen. Im VolleyMax vom 24.11.22 haben wir die beiden vorgestellt. Ebenfalls erfreut begrüßen konnten wir unser früheres Mitglied Uschi, die ja seit vielen Jahren in Friedrichshafen lebt. Inzwischen arbeitet sie in der Verwaltung des VfB und fühlt sich dort sehr wohl.

Wie immer, berichten wir nicht groß über das Spiel, denn den Verlauf und das Ergebnis kennt ja jeder Leser dieser Zeilen. Das unsere Jungs den ersten Satz, nach komfortabler Führung, nicht in trockenen Tüchern gebracht haben, war natürlich ärgerlich. Ähnlich verhielt es sich auch im dritten Satz, jedoch ist es wieder positiv zu sehen, dass wir es im vierten Satz schafften, einen nennenswerten Rückstand zu drehen. Der verlorene Tiebreak bescherte uns halt die erste Saison-Niederlage in den nationalen Wettbewerben. Eine Tatsache, die wir verschmerzen können, denn immer noch führt unser Team souverän die Tabelle an.

Nach dem wir unsere Jungs am Bus verabschiedet haben, ging es für uns an die Hotelbar, die tatsächlich bis 02:00 Uhr geöffnet war. Das nutzten wir auch weitestgehend, denn schließlich gab es noch einiges zu planen und zu koordinieren.


Nach einem ausgiebigen Frühstück machten sich alle wieder auf den Weg. Unsere beiden Schweizer waren natürlich zuerst wieder daheim, bei den Berlinern waren die Autofahrer aber tatsächlich etwas früher als die Bahnfahrer in heimischen Gefilden.
Nun gilt selbstverständlich der Fokus auf das Pokal-Halbfinale in Hildesheim. Klar, dass wir die Road to Mannheim auch zu Ende gehen wollen.

 

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