In den letzten Wochen hätten wir glatt auf die Idee kommen können, in Hildesheim Ferienwohnungen zu mieten. Schließlich führte bzw. führt uns der Weg innerhalb kürzester Zeit gleich dreimal in die Sparkassen Arena zu den Grizzlys. Nach Ligacup und Bundesliga im Oktober, bildet Anfang November das Pokalachtelfinale den Abschluss der Giesen-Festspiele. Zum Glück liegen zwischen Berlin und Hildesheim nur rund 300 Kilometer. Da ist auch eine mehrfache Anreise mit Bus oder Bahn durchaus machbar.
Los ging es mit dem Ligacup, bei dem sich die acht besten Mannschaften der Vorsaison kurz vor dem Start in die neue Spielzeit messen. Wie immer war das Turnier nicht nur sportlich interessant, sondern auch auf den Rängen eine stimmungsvolle Angelegenheit. Mit rund 30 Berliner Anhängern stellten wir hinter den Lüneburgern die zweitstärkste Fraktion unter den Gästefans. Besonders schön ist, dass auch die Fans der anderen Vereine für ordentlich Stimmung sorgen. Und wenn eine Mannschaft wie die Freiburger nur mit einer Handvoll Anhängern anreist, helfen wir natürlich gerne aus. So geschehen bei ihrem Spiel gegen Friedrichshafen, bei dem wir kräftig mit angefeuert haben. Die Spieler aus dem Breisgau bedankten sich anschließend ganz besonders für unsere Unterstützung. Eine nette Geste, die zeigt, dass Volleyball eben mehr ist als das Geschehen auf dem Spielfeld.
Die drei Tage in Hildesheim boten außerdem reichlich Gelegenheit, alte Bekannte zu treffen und neue Leute kennenzulernen. Ob Fans, Spieler, Betreuer oder Funktionäre der Vereine und des Volleyball-Verbands, der Umgang miteinander ist fair und freundschaftlich. Rivalität auf dem Feld, gute Stimmung daneben, genau so soll es sein.
Natürlich wollten wir auch wissen, wie sich die Mannschaften für die neue Saison aufgestellt haben. Bei einigen gab es reichlich Veränderung im Kader. Da wird genau hingeschaut und gefachsimpelt. Wer könnte unseren BR Volleys in den kommenden Monaten gefährlich werden? Und wie schlagen sich unsere Neuzugänge? Besonders gespannt waren wir auf den neuen Headcoach Andrea Anastasi. Die Erwartungen sind hoch, und wir waren neugierig auf den ersten Eindruck vom neuen Trainer und der Mannschaft.
Bis zu zwölf Stunden Volleyball am Tag können allerdings auch für eingefleischte Fans anstrengend werden. Gut, dass der Veranstalter mit Shops, Spielen sowie Getränke- und Imbissständen im Innen- und Außenbereich für Abwechslung während der dringend benötigten Pausen sorgte.
Unterm Strich war auch die fünfte Auflage des Ligacups für uns wieder eine rundum gelungene Veranstaltung. Dass unsere Jungs das Turnier erneut gewinnen konnten, machte das Wochenende natürlich umso schöner.
Wir freuen uns schon auf die nächste Ausgabe. Jetzt heißt es aber erst einmal volle Konzentration auf die neue Saison, die mit zwei Siegen, unter anderem gegen die Grizzlys, gut losging. Auf geht’s, Berlin – hoffentlich mit vielen erfolgreichen Spielen und weiterhin Grund zum Jubeln.
Text: Andreas Felske
Bilder: Falk Scherf

















