Frühlingsgefühle nur zum Teil erfüllt

Die derzeit weitest mögliche Auswärtsfahrt brachte den „7. Mann“ auf die Kanarischen Inseln, genauer gesagt nach Las Palmas, Gran Canaria. Die Inselhauptstadt befindet sich im äußersten Nordosten und ist geprägt von den ankommenden Passatwinden. Sonnenschein pur in Las Palmas konnten wir also nicht erwarten, die Aussicht auf vorsommerliches Wetter wurde aber mehr als übertroffen. Guaguas Las Palmas ist der Topverein Spaniens und gespickt mit „älteren“ Stars wie die beiden  Argentinier  Nicolás Bruno  und Martin Ramos oder Osmany Juantorena, ausgestattet mit einer italienischen Staatsbürgerschaft. Wir waren also vorgewarnt.Vorfreude am Mittwochabend

Ab Sonntag trudelten die ersten Fans ein, quasi als Kundschafter, der größte Teil des harten Kerns des „7. Manns“ hatte sich in einem Hotel zwischen Hafen im Osten und dem breiten und langgezogenen Sandstrand im Westen eingemietet. Bis Mittwoch wuchs die Anzahl der Fans dann auf 18 an und wir trafen uns zum gemeinsamen Abendessen in einem Restaurant an der Flaniermeile am Strand. Den Abend ließen wir dann in der darunter liegenden Bar ausklingen, voller Vorfreude auf das bevorstehende anspruchsvolle Auswärtsspiel.

Eindruck von der "Arena Gran Canaria" Als Treffpunkt wurde für den nächsten Tag 17:30 Uhr an der Halle ausgemacht. An der Halle wurden wir von Oliver Sotte  mit einem Kontingent an Freikarten versorgt. Dann auf in die Halle, uns wurden Plätze zugewiesen, die eigentlich gar nicht gingen, Hinterfeld oben in der Ecke, weit ab vom Spielfeld, sollten wir unsere Jungs mit unserem Support unterstützen. Kurzerhand zogen wir dann in den Unterrang im Hinterfeld, dort wurden wir dann aber weiter nach oben komplimentiert und das bei freier Platzwahl. Nicht die einzige Malaise, die wir als Fans erleben durften. Das Catering in der Halle unterirdisch, kein Bier, den Plastikflaschen wurde der Verschluss abgedreht, Essen außer Popcorn nichts, einzig die gerade noch moderaten Preise konnten das einigermaßen kompensieren. Diese Plätze wurden uns zugewiesen...

Aber warum können wir besseres erwarten als die Mannschaft. Geschlossen reiste die Truppe am Dienstag an, erlaubt war aber nur ein Vormittagstraining in der Halle am Spieltag. Die restliche Zeit wurde in einem ...aber nicht mit uns! Schuhkarton, deutlich kleiner als die Halle in Dachau, trainiert, während die Spieler von Guaguas in der opulenten „Arena Gran Canaria“ ihre Trainingseinheiten hatten. Psychologische Kriegsführung um den 2. Tabellenplatz!?

In der Halle angekommen, sangen wir dann als erstes ein Geburtstagsständchen für Nolan. Schön, dass dies dann im Nachgang aus der Halle unterstützt wurde. Den Geburtstagskuchen hatte Claudia besorgt, besten Dank dafür. Die Geschichte des Spiels ist rasch erzählt. Erster Satz souverän. Zweiter Satz souverän bis zur Satzmitte, dann die große Flatter, knapp und unnötig verloren. Dritter Satz erst Richtung Crunchtime wieder richtig präsent und im vierten Satz klemmte es vor allem im Aufschlag. 3:1 verloren, und jetzt sind wir auf einen Punktgewinn entweder gegen Perugia oder auf die Schützenhilfe aus Prag angewiesen. Entsprechend wenig angetan verließen wir die Halle.
Aber natürlich nicht, ohne vorher mit der Mannschaft abzuklatschen

Ein Teil zog sich an die Bar und später auf die Dachterrasse des Hotels zurück, während eine größere Anzahl der Fans nach und nach in der Bar vom Vorabend eintrudelte. Die kurze Aufarbeitung des Spiels brachte nur ein Ergebnis: Vollkommen unnötig verloren und jetzt auf fremde Hilfe unter Umständen angewiesen zu sein, alles andere als das, was uns vorschwebte. Sollte nächste Woche für uns die CL-Saison schon zu Ende sein und wir uns dann im CEV-Cup weiter versuchen?

Als Trost bleibt, dass wir im nächsten Spiel zu Hause gegen Perugia eigentlich nur noch die weitere Teilnahme in der CL gewinnen können. Die Vorfreude, mit den Fans aus Perugia gemeinsam ein Volleyballfest erleben zu können, wird uns sicherlich den Support am Mittwochabend leichter fallen lassen.

Was bleibt aus dem Besuch bei Guaguas Gran Canaria: Die Insel ist einen Besuch auf jeden Fall wert. Freundliche, hilfreiche Menschen sind uns vielfach begegnet, aber aufgrund des schlechten Ambientes durch den Verein können wir gerne auf einen weiteren Besuch wegen eines Volleyballspiels verzichten, außer ….

Zum Abschluss noch einige Eindrücke aus der Stadt        Die Kathedrale Santa Ana   

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