Besuch beim Clubweltmeister

Am Dienstagmittag trafen  sich Gerlind, Silvana, Jochen, Mario und Joachim am BER, um gemeinsam nach Rom zu fliegen. Von Rom aus war ein Leihwagen gebucht, mit dem wir in das ca. 200 km nordöstlich gelegene Perugia fahren wollten. Also gesagt getan, schließlich erwarteten uns in Perugia bereits Hartmut mit seiner Frau und Madlen. Beinahe pünktlich starteten wir unsere Reise und nach etwas Sucherei konnten wir unseren Leihwagen in Rom in Empfang nehmen, dann also ab auf die Autobahn, die trotz der römischen Rushhour wenig Hindernis bot. Nach ca. 2,5 Stunden Fahrzeit erreichten wir das Best Western Hotel, welches auch das Mannschaftshotel war.

Bereits im Vorfeld des Spiels hatte ich versucht mit dem Fanclub Sirmaniaci in Kontakt zu treten. Von einem Besuch in Perugia vor ca. 3 Jahren hatte Andreas noch eine Kontaktadresse, leider war diese nicht mehr aktuell. Der Teammanager von Sir Sicoma Perugia, Goran Vujevic, konnte uns weiterhelfen und bereits am Folgetag antwortete Sabrina vom Fanclub. Nach einigem Hin und Her, verwies sie mich an Federica und wir tauschten uns dann seitenlang aus über Möglichkeiten, gemeinsam ein Volleyballfest sowohl erst in Perugia und dann bald auch in Berlin für uns als aktive Fangruppen zu organisieren. Neben rein organisatorischen Fragen, wie z. B. können wir Trommeln von euch haben, was darf an Fanmaterial mitgebracht werden … ging es dann um den gemeinsamen Rahmen, Fantreffen, Meet and Greet-Möglichkeiten. Da Federica leider nicht in Perugia anwesend sein konnte, übergab sie die Vorort-Organisation an Michele. Großer Bahnhof für den 7. Mann Herzlicher Empfang durch die Sirmaniacis

Okay, Treffpunkt im ‚Dolce Vita‘,  so ab 20:30 Uhr am Dienstagabend, wir dachten an ein kleines Meeting am Vorabend, ein bisschen kennenlernen, das eine oder andere Kaltgetränk gemeinsam trinken und gutes italienisches Essen genießen, und es kam anders. Da die römische Rushhour uns ein wenig Zeit abgenommen hatte, waren wir erst gegen 21:00 Uhr am Restaurant, Michele war darüber informiert und hatte uns einen genialen Empfang bereitet. Ungefähr 40 Sirmaniaci empfingen uns in einem großen Nebenraum, alle warteten gespannt auf unser Erscheinen und dann ging zum ersten Mal die Post ab, megafreundliche Begrüßung, Hände schütteln da, Schulterklopfen dort, Wasser, Wein, Bier, Softgetränke und dazwischen Fangesänge und unendlich Essen. „Wir haben eine Kleinigkeit vorbereitet“, sagte Michele, und dann wurden umbrische Vorspeiseköstlichkeiten aufgetischt, es gab nach Wahl Pasta oder Pizza ohne Ende und zu guter Letzt gebackene Hefefladen mit perugianer Schokoladencreme – Perugia ist die Schokoladenhauptstadt in Italien und alles für einen schmalen Taler. Zwischendurch immer wieder Fangesänge von beiden Seiten, wir wurden mit Hüten und anderen Sachen ausgestattet und waren entsprechend geflasht.

Am Folgetag machten wir eine Stadtbegehung in der wunderschönen Altstadt von Perugia, probierten Köstlichkeiten aus der Confiseriekunst, die Bacci de Perugia, in einem bekannten Cafe in der Altstadt, besuchten die Rocca Paolina, die versunkene Stadt, den Fontana Maggiore, ein großer Brunnen der die mittelalterliche Lebensgeschichte in Umbrien erzählt, wandelten über das Äquadukt zum Arco Etrusco, dem ältesten erhaltenen Gebäude in der Stadt … Zur Fahrt in die Altstadt nutzten wir die Minimetro, die uns direkt vor den Toren der Pala Barton, der Halle von Sir Sicoma Perugia, in die Altstadt beförderte.

Spaziergang in der Altstadt von Perugia

 

 

 

Eine kleine Mittagsauszeit und dann sollte es zum zweiten Mal für einen Teil von uns zur Halle gehen. Zwischenzeitlich schrieb Michele, dass wir uns an der Halle treffen, kurz vor Hallenöffnung, da der Präsident des Vereins uns zum Besuch in den VIP-Bereich eingeladen hatte. Also auf den VIP-Parkplatz an die Halle, kurzes Warten auf Michele, nach Klärung der Formalitäten rein in die Halle, Megaphon und Trommel überreicht bekommen, Michele führte uns zu unseren Plätzen gegenüber des Fanblocks auf der anderen Stirnseite und dann runter in den VIP-Bereich. Wir hatten dann im hinteren Teil des VIP-Raumes eine kleine Ecke für uns mit allen möglichen Getränken bereitgestellt bekommen.

Im Gewusel des VIP-Raumes lernten wir dann den Vereinspräsidenten Gino Sirci kennen, der dann ausgestattet mit einem Fanschal des 7. Mannes am Spielfeldrand das Spiel verfolgte.

Er stellte uns dann auch den Vertreter des Hauptsponsors Sir Sicoma vor, der ebenso mit einem Fanschal ausgestattet, das Spiel von der VIP-Tribüne aus verfolgte. Da die tolle Gastfreundschaft im VIP-Bereich verhinderte, dass wir noch die geplante Übergabe von Fanutensilien mit den Sirmaniaci vor dem Spiel vollziehen konnten, verschoben wir dies einfach in die Satzpause nach dem ersten Satz. Super freundlich empfangen wurden wir unsere Sachen in Windeseile los, schauten in freundliche und zugewandte Gesichter, und Michele, der bereits mit dem orangen 7. Mann-Käppi im Fanblock stand, lud uns ein, den 2. Satz bei ihnen im Fanblock zu verbringen, was wir dankend annahmen. So wurden wir Teil der supertollen Stimmung in der Pala Barton und konnten dann auch das immer wieder harmonische Miteinander mit der anderen Fangruppe, der Curva Norte, genießen. Im Fanblock der Sirmaniaci

Aber es sollte noch besser kommen: Plötzlich wurde Jochen das Hallenmikro übergeben und gemeinsam, auch zur Verwunderung einiger unserer Spieler, waren unsere Anfeuerungen in der Halle deutlich zu hören. Zu Beginn des 3. Satzes kehrten dann Jochen, Madlen, Silvana, Hartmut und ich zurück auf die gegenüberliegende Seite zu unseren Plätzen, getragen von einem intensiven Fanerlebnis, das für uns auch die bittere Niederlage unseres Teams einigermaßen kompensierte. Herzliche Verabschiedung nochmals in der Halle und große Freude darüber, einen kleinen Teil der Fangruppe im Februar in Berlin begrüßen zu dürfen.

Den restlichen Abend verbrachten wir in der Hotel Lounge, wo sich Jake, Ina und Ale zu uns gesellten. Zeitig am Donnerstag  fuhr die 5er Reisegruppe nach Rom zurück. Die Abgabe des Leihwagens führte noch zu einigen Extrarunden am Flughafen Fiumicino und gemeinsam mit der Mannschaft und dem Staff ging es dann zurück nach Berlin.

Im Zug auf dem Nachhauseweg am Donnerstag schrieb ich Michele nochmals an, um mich herzlich bei den Sirmaniaci zu bedanken und ihnen das Beste für ihr anstehendes Spitzenspiel  gegen Trentino zu wünschen.

Die Antwort kam prompt zurück: „…ich hoffe, ihr hattet eine schöne Reise. Es war ein großes Zusammentreffen mit euch und euch in unserer Curve zu haben letzten Abend. Volleyball ist eine der wenigen Sportarten, die solche Sachen möglich machen und wir sind glücklich, eine Leidenschaft dafür gemeinsam zu haben!“ Danke an die Sirmaniaci und auch stellvertretend für den Verein an Gino Sirci für die tolle Zeit, die wir bei und mit euch erleben konnten.

 

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