Erneut begleiteten wir die BR Volleys zum Rückspiel im CEV-Cup nach Piacenza, in die kleine italienische Stadt nahe Mailand mit den
Hundert Kirchen. Bereits im Dezember 2023 waren wir dort zu Gast.
Die Herzlichkeit der Freunde des Fanclubs Lupi Biancorossi war uns in guter Erinnerung. Wir trafen uns am Vorabend des Spiels in einem kleinen Restaurant in der Altstadt von Piacenza mit vier Fans der Lupi zum gemeinsamen Abendessen. Wir haben viel gelacht und geredet, dabei sprachliche Hürden gemeistert, gut gegessen und getrunken und freuten uns gemeinsam auf das Spiel.
Aus den erhaltenen Tipps zur Erkundung der Gegend wählten wir für den Mittwochvormittag Grazzano Visconti. Es ist ein außergewöhnlicher Ort in der Emilia Romagna. Auf den ersten Blick wirkt das Dorf wie ein mittelalterliches Schmuckstück, das direkt aus der Vergangenheit in die Gegenwart versetzt wurde. Die Atmosphäre ist geprägt von Türmen, Steinmauern, Fachwerkhäusern und engen Gassen. Zentrum des Ortes ist das Castello Visconti, das von einem weitläufigen Park umgeben ist. Das Schloss geht auf die Ursprünge des 14. Jahrhunderts zurück, wurde jedoch später erweitert und restauriert. Gern hätten wir beides besichtigt. Anfang März ist jedoch noch keine Saison und so blieb nur der Anblick von außen.
Nach Speis und Trank machten wir uns gut gelaunt am späten Nachmittag auf den Weg in die Arena. Schon vor der Halle trafen wir unsere Freunde vom Vorabend. Das Wiedersehen war herzlich und die Vorfreude stieg. Uns war klar, dass es für unser Team schwer wird gegen dieses italienische Topteam. Gebeutelt von Verletzungen und Krankheiten betrat unsere Mannschaft nicht ganz vollzählig das Parkett. Das hielt uns nicht davon ab, alles zu geben. Wenn es schon der Abschied von der internationalen Bühne sein sollte, dann wenigstens mit Anstand. Wir wurden nicht enttäuscht.
Nach Satz 1 begaben wir uns flink zum Fanblock der Lupis und tauschten untereinander Fanschals.
Hände wurden geschüttelt, Erinnerungsfotos gemacht, wieder viel geredet und gelacht. Es war ein ergreifender Moment. Diese Herzlichkeit und Freundlichkeit war überwältigend. Unter frenetischem Beifall gingen wir wieder zurück in den für uns reservierten Block. Auch die Zuschauer auf der Haupttribüne begleiteten unseren Weg zurück mit Beifall und anerkennenden Blicken.
Satz 2 wurde dann nochmal spannend. Wir spürten, dass da noch ein Hauch einer Chance war und feuerten kräftig mit Rasseln, Rufen und Gesang an. Leider hat es nicht gereicht. Das Spiel ging verloren, aber wir sahen eine Mannschaft, die kämpfte und sich erhobenen Hauptes von der internationalen Bühne für diese Saison verabschiedete. Im nahegelegenen Hotel aßen wir dann gemeinsam mit der Mannschaft zu Abend.
Am Donnerstag hatten wir nochmals die Gelegenheit zum Sightseeing. Wir entschieden uns für einen Abstecher nach Pavia. Malerisch am Ticino gelegen, ist Pavia eine der schönsten und geschichtlich interessantesten Städte der Lombardei. Auch wenn Pavia nicht sehr groß ist, hat die Stadt doch eine Menge Sehenswürdigkeiten und eine der ältesten Universitäten zu bieten. Schon von weitem erkennbar ist die schöne überdachte Brücke über den Ticino. Wir besichtigten u. a. den Dom, der das Wahrzeichen von Pavia ist. Beeindruckend ist die große zentrale Kuppel mit dem achteckigen Grundriss, die viertgrößte Kuppel in Italien. Nach einer Stärkung mit Köstlichkeiten aus der Region fuhren wir zurück zum Flughafen Mailand und von dort mit dem Abendflieger wieder in die Heimat.
Wir sind gespannt, wohin in der nächsten Saison die Reise geht. Wer uns auf unseren Reisen begleiten möchte, meldet sich am Besten bei uns am Fanclubstand.
