Enttäuschung in Hamburg

Der Gegner im Pokal-Halbfinale hieß zwar SVG Lüneburg, aber gespielt wurde wieder mal in Hamburg. Das hat den Hintergrund, dass die eigene Halle der Lüneburger bekannterweise nicht den geforderten Normen entspricht. Der Verein hat zwar eine Ausnahmegenehmigung, aber diese gilt nicht für Playoff-Spiele, sowie für Pokalspiele ab Halbfinale. Nun, wir kannten ja die Halle schon, und uns war es recht dort zu spielen, anstatt in der engen Halle in Reppenstedt. Leider war dieses wichtige Spiel, wegen der Übertragungen im FreeTV, auf einem Donnerstag angesetzt, und es kam noch erschwerend hinzu, dass der Spielbeginn auf 18:00 Uhr festegelegt wurde. Damit war es natürlich zeitbedingt schwierig, an der Fahrt nach Elbflorenz teil zu nehmen. Trotzdem meldeten sich erstaunlicherweise 15 Fans des 7.Mann für die Busfahrt an. Die Einnahmen deckten nicht die Kosten, aber für die Differenz wurde halt unsere Vereinskasse bemüht. Denn uns war es wichtig, dass wir unser Team vor Ort unterstützen konnten, und wir die Fahrt keinesfalls absagen wollten. Der Beginn der Fahrt war etwas quälend, zunächst die Stadtautobahn nach außerhalb sehr voll, dann endlos lange Baustellen hinter Berlin. Aber dann lief es, und nach einer kurzweiligen Fahrt kamen wir super pünktlich an der CU-Arena im Stadtteil Neugraben-Fischbek an. Außer unserer Busbesatzung, waren etwa ein Dutzend Fans in Eigenregie angereist, so dass wir doch fast 30 Orangene waren. Herzlich begrüßt wurden wir vom Lüneburger Fanclub „Lüneblock“, die uns allerdings nicht so erfreuliche Nachrichten übermittelten. Denn die bereits mehrfach geplante und so gut wie fest zugesagte neue Sporthalle in Lüneburg, ist nun doch wieder gefährdet. Es bestehen leider immer noch finanzielle Hindernisse, die den Bau eventuell platzen lassen. Drücken wir den Lüneburger Freunden die Daumen, dass es letztendlich doch noch zu einem positiven Ende kommt, ansonsten ist u.U. deren Zukunft in der 1.Bundesliga gefährdet.

Wir widmeten uns dann natürlich dem Spiel, und lautstark feuerten wir unser Team an, welches auch furios startete. Der 1.Satz ganz klar an uns, der Zweite dann etwas knapper, aber ebenso souverän nach Hause gebracht. Bei uns reiften somit schon die Pläne für die Fahrt nach Mannheim. Aber leider konnten unsere Jungs mal wieder nicht die erspielten Vorteile zu einem siegreichen Ende bringen. Der 3.Satz hätte eigentlich schon gewonnen werden müssen, doch trotz mehr oder weniger permanenter Führung, ging der Satz mit 24:26 verloren. Als dann auch der 4.Satz verloren ging, hatten wir trotzdem volles Vertrauen in das Team, dass wir als Sieger die Halle verlassen würden. Und das sah auch sehr lange so aus, denn schnell gingen wir mit 3:0 in Führung, und waren schließlich bis zum Stand von 12:9 der anscheinend sichere Gewinner. Doch was auch immer in den Köpfen der Jungs geschehen ist, wir vergeigten die Sache mit 13:15 im Tiebreak. Uns ist klar, dass die Lüneburger keine einfache Mannschaft sind, aber die klar vorhandenen Vorteile so aus der Hand zu geben, sorgte bei uns schon für Enttäuschung. Aber ein wahrer Fan lässt sich nicht unterkriegen, es heißt jetzt für uns „Kopf hoch“ und unser Team weiter kräftig den Rücken stärken. Schon am Wochenende in Bestensee brauchen die Jungs wieder Unterstützung. Und letztendlich ruft ja in der nächsten Woche Danzig, wo der 7.Mann auch wieder zahlreich vertreten sein wird.