Einmal Hamburg und zurück

Die gute Nachricht zur Fahrt nach Hamburg am letzten Samstag, wir hatten den Partybus zur Verfügung. Dank eines wirklich wahnsinnig netten Sponsors konnte sich der 7. Mann sich am Samstag im Partybus, d.h. mit integrierter Zapfanlage, auf den Weg nach Hamburg zur SVG Lüneburg machen. Pünktlich um 15 Uhr war Abfahrt an der S-Bahnstation Jungfernheide.

Wir hatten es wie immer etwas weiter und sind schon um 13Uhr losgedüst. Die Trommel, Eierlikör und Pfannkuchen für die Fahrt waren eingepackt. Die anderen Mitfahrer begrüßen, Trommel umpacken, Platz suchen und es konnte losgehen. Wir hatten zwei 30-Liter-Fässer an Bord und 38 Leute. Das Bier sollte also eigentlich reichen. Für die Damen unter uns gab es natürlich Blubberwasser in Form von Sekt, auch dieser war in ausreichender Anzahl vorhanden.

Mit vielen Gesprächen, Gelächter, Skatspiel, Fachsimpeleien und natürlich viel Bier war die Zeit bis Hamburg kurzweilig verbracht. Da die Toilette diesmal nicht eingefroren bzw. ausgefallen war, brauchten wir trotz regem Bierkonsums nur einmal unterwegs anhalten. Wir mussten schließlich das obligatorische Gruppenfoto von der Fahrt aufnehmen.

Wir kamen pünktlich zur Hallenöffnung in Hamburg an. Thomas besorgte unsere Karten und wir enterten die Halle. Zur Begrüßung dann die inzwischen übliche (ja ich weiß, leider notwendige) Taschenkontrolle und mein erster Aufreger des Tages. „Bei der SVG wird nicht getrommelt“ lautete die Ansage vom Einlass. Von der Gellersenhalle war das ja bekannt, weil sich die Halle in einem Wohngebiet befindet und es Beschwerden von Nachbarn gab, durfte dort nicht getrommelt werden. Da wir aber diesmal in Hamburg spielten und es kein Wohngebiet war, habe ich die Trommel eingepackt. Bei der SVG wird nicht getrommelt! Auf die Nachfrage warum nicht, habe ich keine Antwort erhalten. Mit der Bitte auf solche Sachen auf der Internetseite hinzuweisen, damit man die Trommel nicht umsonst durch die halbe Republik schleppt, bin ich wieder zum Bus zurück und habe sie in den „Kofferraum geschmissen“. Wieder zurück in die Halle getrottet, wenigstens hatte sich der Sicherheitsdienst mein Gesicht gemerkt und ich musste nicht nochmal meine Tasche kontrollieren lassen.

In der Zwischenzeit hing unser Banner und wir konnten die Mannschaft schon mal mit BRV… zur Erwärmung begrüßen. Die Begrüßung durch den Lüneblock wurde durch Bier versüßt und eine Kleinigkeit zu essen gab es auch.

Nach und nach stießen dann auch die restlichen Bahn- und Autoanreiser zu uns. Insgesamt waren 56 Fans der BR Volleys an diesem Abend in der Halle.

Das Spiel war ein Satz mit X. Mehr möchte ich dazu eigentlich nicht sagen.

Ich weiß jeder hat mal einen schlechten Tag, und Sport ist nicht immer berechenbar, aber ich kam mir irgendwie veralbert vor. Die Mannschaft hat einfach nicht ins Spiel gefunden, da gab es keine Annahme, Blocken ist auch erlaubt? und die Angriffe wurden abgeblockt. Die Ausrede die Halle ist zu flach konnte diesmal jedenfalls nicht gezogen werden. In Kazan haben wir auch verloren, aber da hatte ich nie das Gefühl, eigentlich ist es der Mannschaft egal, wie das Spiel ausgeht. Hauptsache schnell vorbei.

Der Rest ist schnell erzählt, Lüneburg hat das Spiel 3:0 gewonnen.

So war denn auch unsere Stimmung. Es reichte von „für mich ist die Saison gelaufen bis jetzt erst recht. Es kann nur besser werden.“ Spielanalysen, Spekulationen über die weitere Vorgehensweise des Vereins, Diskussionen, wie zeigen wir als Fanclub unseren Unmut über solch eine Leistung und natürlich Bier ließen uns die Zeit nicht lang werden. Halb zwei hatte uns Berlin dann wieder, und wir konnten uns auf den Weg nach Eisenhüttenstadt machen. Halb vier war dann auch ich auf meiner Couch angekommen.

Inzwischen wissen wir ja, wie sich der Verein entschieden hat. Stelian Moculescu ist unser neuer Trainer.

Also Herzlich Willkommen, Stelu.